 |
zurück zu großes Lexicon Teneriffa
Wein auf Teneriffa
Die Insel Teneriffa ist für seine Weine bereits weltweit bekannt. Auf der gesamten Insel Teneriffa, im Norden, im Nordosten, im Nordwesten, im Süden, im Südosten und im Südwesten gibt es viele Weinanbaugebiete. Bekannt sind die Weine aus Tacoronte-Acentejo. Hier entstehen hervorragende Rotweine. Diese Rotweine aus Tacoronte-Acentejo weisen eine hervorragende Qualität auf. Trotz der vielen unterschiedlichen Weine, die auf Teneriffa angebaut werden, reicht es im Regelfall noch nicht einmal für den Eigenbedarf. Nur wenige prämierte Weine werden exportiert. Wir möchten dem Besucher, der diese Wein Seite besucht, eine kleine Auswahl an prämierten Weinen vorstellen.
Aus Tacoronte der Humboldt Weißwein Jahrgang 1997
Aus Tacoronte Viña Norte Rotwein Jahrgang 2000,
Aus Tacoronte Muskatell Wein aus La Isleta Jahrgang 2001
Aus Tacoronte Weißwein Crater Jahrgang 2001
Aus Tacoronte Weißwein Humboldt Jahrgang 2000
Aus Tacoronte Rosewein Vina Norte Jahrgang 2000
Aus Güimar Weißwein Brumas de Ayosa Jahrgang 2001
Aus Güimar Weißwein Pico Cho Marcial Jahrgang 2001
Die Firma Sonniges Teneriffa S.L. lädt regelmäßig jeden Donnerstag Gäste gegen eine Unkostenpauschale zur Weinprobe mit einem 5-Gänge Menue im Süden der Insel in Granadilla in der Tasca del Sur ein.
Listan negro, Listan blanco und Malvasia sind gängige Traubensorten, wo Wein auf Teneriffa hergestellt wird. In der Regel sind die Teneriffa Rotweine frisch und trocken. Weißweine auf Teneriffa sind manchmal auch fruchtig und haben einen lieblichen Geschmack. Zu den einzelnen Traubensorten zur Herstellung von Weinen werden wir auf dieser Seite später noch ausführlich zurück kommen.
Auf den kanarischen Inseln gibt es 10 Wein Anbaugebiete. Die 5 Weinanbaugebiete, wo auch der Wein hergestellt wird, heissen:
Valle La Orotava
Tacoronte-Altentejo
Valle de Güimar
Abona
Ycoden-Dante-Isora
Auf Teneriffa werden auf einer Fläche von 5000 Hektar Weine hergestellt. Die ganzjährig herrschenden milden Temperaturen sorgen für hervorragende Weine, die weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Bei dem Besuch im Weinmuseum La Baranda, in dem Ort El Sauzal, wird dem Besucher die Geschichte über Teneriffa erklärt.
Auch verschiedene Wein Routen laden den Besucher der Insel Teneriffa ein.
Zur Geschichte der Weine lässt sich sagen, dass bereits vor Hunderten von Jahren Weißweine im Norden der Insel Teneriffa in Garachico angebaut wurden. Die Lavaböden und das permanent ausgeglichene Klima auf Teneriffa haben dem Weißwein ein besonderes Aroma gegeben. Jedoch brach im 18. Jahrhundert der Weinanbau durch einen Reblausbefall komplett zusammen. Die Weine auf Teneriffa haben eine lange Geschichte und eine große Tradition. Als erste Rebsorte wurde im Jahre 1496 die Malvasia Weintraube, die aus Kreta eingeführt wurde, bekannt. Der Malvasia Wein erzeugt eine gewisse Süße. Der Wein zählte seit dem zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Einen Einbruch erlitt der Wein im 17. Jahrhundert, als vermehrt Weine aus Madeira und Cherry aus Yerez nach Europa eingeführt wurden. Erst Mitte der 80. Jahre begann man auf der Insel Teneriffa sich erneut mit den Weinen zu beschäftigen. Die Weine, die auf Teneriffa hergestellt werden, sind Jungweine, Roseweine und Rotweine. Weißweine werden nur in geringen Mengen hergestellt.
Zur Weingewinnung werden überwiegend folgende Trauben verwandt:
Listan blanco
Listan negro
Negramoll
Baboso negro
Gual
Verdello
Malvasia
Malvasia purpura
Der Wein ist ein alkoholisches Getränk, das aus dem vergorenen Saft von Weintrauben gewonnen wird. Die Weintrauben wachsen traubenartig in länglichen Rispen an der Weinrebe. Die meisten Weine sind Rotweine, Weißweine und Roseweine. Zum Schaumwein gehört der Sekt und Champagner. Der Schaumwein entsteht aus Wein während einer 2. Gärung. Wein darf nur die Handelsbezeichnung Wein tragen, wenn die Früchte von einer Weinrebe stammen. Zu den Weinen gehören natürlich auch noch Likörweine, Schaumweine und nicht ausgegorene Weine.
Wein ist nicht nur auf Teneriffa ein Wirtschaftsfaktor, sondern gilt weltweit als Wirtschaftsfaktor.
|
Land
|
ha - Anbaufläche
|
Produktion in 1000 hl
|
Anteil %
|
|
Österreich
|
52000
|
2264
|
0,80
|
|
Kroatien
|
55000
|
1690
|
0,60
|
|
Russland
|
75000
|
5035
|
1,78
|
|
Brasilien
|
79000
|
3199
|
1,13
|
|
Ungarn
|
83000
|
3567
|
1,26
|
|
Ukraine
|
87000
|
2300
|
0,81
|
|
Bulgarien
|
95000
|
1708
|
0,61
|
|
Deutschland
|
102000
|
9153
|
3,24
|
|
Griechenland
|
113000
|
4027
|
1,43
|
|
Südafrika
|
134000
|
8406
|
2,98
|
|
Moldawien
|
147000
|
2300
|
0,81
|
|
Australien
|
167000
|
14301
|
5,07
|
|
Chile
|
193000
|
7886
|
2,79
|
|
Rumänien
|
217000
|
2602
|
0,92
|
|
Argentinien
|
219000
|
15222
|
5,39
|
|
Portugal
|
248000
|
7266
|
2,79
|
|
USA
|
399000
|
22888
|
8,11
|
|
China
|
485000
|
12000
|
4,25
|
|
Italien
|
842000
|
54021
|
19,14
|
|
Frankreich
|
894000
|
52105
|
18,46
|
|
Spanien
|
1.180000
|
36158
|
12,81
|
|
Die Weinlese auf Teneriffa ist eine manuelle Lese, da die Weine in Terrassenfeldern angebaut sind. Dadurch zählt die manuelle Lese auch zur 1. Wahl. Wichtig ist, daß die Trauben unbeschädigt gepflückt werden. Somit kann die erforderliche Schwefelung des Weins stark reduziert werden. Die manuelle Lese ist ebenfalls von wichtiger Bedeutung wenn eine spezielle Auslese der Trauben zur Herstellung des Weins stattfindet.
Die Inhaltsstoffe der Weine verfügen über 5 Grundbestandteile: Wasser, Säure und Zucker, Phenole, Alkohol und Aroma.
Die Trauben, die zur Herstellung von Weißweinen dienen, müssen unbedingt von der Lese bis zum Entrappen möglichst unversehrt bleiben, da bei einer Beschädigung der Weintraubenhaut ungewollt die Maischegärung beginnt. Somit nimmt der Most die Farbe und das Aroma der Weintraubenschale an und könnte zur Oxidation neigen. Von daher wird die Traube, die zur Herstellung von Weißwein dient, im reduktiven Zustand verarbeitet.
Der rote Farbstoff der Weintrauben zur Gewinnung von Rotweinen liegt in der Beerenhaut. Von daher dürfen die Weintrauben für den Rotwein nicht gepresst werden, sondern müssen entrappt und zerdrückt werden. Schale, Kerne und Stiele bleiben während der gesamten Gärung im Most. Nun lösen sich die Phenole und Tannile aus der Weintraubenhaut und färben den Most rötlich. Farb- und Tanninausbeute müssen hoch sein, dadurch wird der Tresterhut mit dem Most regelmäßig vermischt.
Zum Schluss möchten wir dem Weinliebhaber, der seinen Urlaub auf Teneriffa verbracht hat, noch das kleinen Lexicon der Weinsprache erläutern. Dieses Lexicon der Weinsprache ist alphabetisch sortiert und stammt aus der Quelle Wikipedia.
Weinlexicon für den Buchstaben A abbeeren Ablösen der Traubenstiele von den Beeren, auch entrappen oder (ab)rebeln genannt. abfallen Der Geschmack ist auf den vorderen Gaumen beschränkt, setzt sich hinten nicht fort. Abgang Das Verspüren der Geschmacksstoffe nach dem Hinunterschlucken, wobei ein langer Abgang positiv bewertet wird und für die Qualität des Weins spricht. Der Geschmack im Gaumen (ab dem Schlucken) wird in Caudalies (Abgang in Sekunden) gemessen, ein Abgang von 20 Caudalies wird als gut eingestuft. Wird auch Finale, Nachhall oder Schwanz genannt. Abstich Trennung des Vorlaufweins vom Trub nach der Gärung. Auch „abschlauchen“ oder „abziehen“ genannt. Achat en primeur (franz.: „Frischeinkauf“) Der Händler kauft den Wein bereits kurz nach der Lese, wenn er noch gar keine Trinkreife erlangt hat. Acidität Fachbegriff für die Säure, die dem Wein Nervigkeit und Frische gibt. Wenn der Säuregehalt jedoch zu hoch ist, gibt die Acidität dem Wein einen „grünen“ und „beißenden“ Charakter. Bei einem zu geringen Gehalt an Säure wird der Wein fade. adstringierend Unangenehm herbe, raue, pelzige Geschmackseigenschaft, die besonders bei jungen, sehr tanninhaltigen Rotweinen auftritt und ein Gefühl verursacht, als wenn sich der Mund zusammenzieht. aggressiv wird ein Wein mit übermäßig viel schneidender Säure oder bitterem Tannine genannt, der durch seine Kraft die Schleimhäute reizt. Aligoté weiße Rebsorte, die im Burgund und in Osteuropa angebaut wird. Alkohol Neben dem Wasser der wichtigste Bestandteil des Weins. Seinen warmen Charakter erhält der Wein durch Ethanol. Wenn dieses jedoch zu stark dominiert, wird der Wein leicht brandig. Alkoholgehalt Wird in der Regel, entsprechend dem enthaltenen Alkoholanteil, in Volumenprozent (°), oder in Gramm pro Liter angegeben. (7,95 g entspricht 1° oder 1 %-vol.) Alterung Lagerfähige Qualitätsweine reifen im Fass oder in der Flasche. Dabei verändert der Wein seine Qualität, indem er störende Eigenschaften mildert, Säure glättet, eventuelle Herbheit abbaut. Mit der Zeit entfaltet er seinen geschmacklichen und aromatischen Charakter. Weintyp, Lage und Jahrgang bestimmen die Lagerfähigkeit des Weins und sind daher für seine Alterungsdauer entscheidend. Moderne Weine sind zum Konsum innerhalb von zwei Jahren geschaffen. Amarone ital. Weinspezialität mit hohem Geschmacks- und Alkoholgehalt, der aus teilgetrockneten Trauben gekeltert wird. Ampelographie Lehre von der Bestimmung und Beschreibung von Rebsorten und deren wissenschaftliche Klassifizierung. A.O.C. (franz.:Appellation d’Origine Contrôlée = „Kontrollierte Herkunftsbezeichnung“) Garantiert die Herkunft und Herstellungsweise von landwirtschaftlichen Produkten. Bedeutende französische Weine stammen immer aus einem A.O.C.-Anbaubereich. Äpfelsäure kommt von Natur aus in vielen Weinen vor. Sie wird auch als 'unreife' Säure im Vergleich zur 'reifen' Weinsäure bezeichnet. Der Äpfelsäuregehalt im Wein kann deutlich erhöht sein als Folge kühler Witterung während der Reifezeit der Reben, (mikro-)klimatisch ungünstiger Anbaubedingungen oder allgemein durch einen mangelnden Reifegrad zum Erntezeitpunkt. Durch die malolaktische Gärung wird sie in die mildere Milchsäure umgewandelt. Aramon Rote Traubensorte, die aus dem Mittelmeerraum Südfrankreichs stammt. Sie befindet sich heute auf dem Rückzug, obwohl sie sich nach der Reblauskrise großer Beliebtheit erfreute. Aroma Soll eigentlich im Fachjargon bei der Verkostung die Geruchsempfindungen, die im Mund wahrgenommen werden, ausdrücken. Häufig wird aber auch der Duft des Weins mit Aroma bezeichnet. Es werden primäre A. (durch die Trauben), sekundäre (bei Gärung und Fasslagerung entstehend) und tertiäre (bei weiterer Flaschenlagerung entstehend) unterschieden. aromatisch Wein mit ausgeprägtem, angenehmem Geruch (und Geschmack) durch einen hohen Gehalt an flüchtigen Aromastoffen. Zum Beispiel würzig beim Gewürztraminer, rauchig/ wie Toast bei Barriquefass-Ausbau, beerenartig-fruchtig bei Cabernet Sauvignon, Tempranillo etc. Assemblage Hochwertiges und wohldosiertes Mischen verschiedener Weine oder Moste gleichen Ursprungs, um eine einheitliche Cuvée zu erhalten oder den Geschmach weiter zu verbessern. Nicht mit Coupage = verschneiden zu verwechseln. auffüllen Der durch Verdunstung bedingte Schwund im Fass wird mit Wein wieder aufgefüllt, damit das Fass so voll ist, dass der Wein nicht mit Luft in Berührung kommt. Auge Ein anderes Wort für die Blatt- oder Blütenknospe beim Weinstock. aufspriten oder Aufspritung heißt das Beimengen von Weinbrand oder anderen Alkoholen in den Most, um die Gärung zu stoppen. In Deutschland ist dieses Verfahren verboten. Ausbau Alle Arbeiten des Winzers bzw. Kellermeisters im Weinkeller von der Gärung des Weins bis zu dessen Abfüllung in Flaschen. Ausgewogenheit ist das ausgeglichene, harmonische Verhältnis zwischen Säure und Süße (bei Rotwein auch der Gerbsäure). Auslese In Deutschland und Österreich eine Prädikatsweinstufe. Der ausgebaute Wein kann sowohl lieblich, als auch trocken sein. Er wird durch Auslese der Trauben erzielt, die einen hohen Gehalt an Zucker haben. Aussehen Bezeichnet das äußere Erscheinungsbild und die Farbe des Weins. Man sagt auch „Kleid“ dazu. Auxerrois Rebsorte aus Lothringen, die für Alsace-Pinot und Alsace-Klevner verwendet wird. Burgundertyp, auch in Baden und an anderen Burgunderstandorten (Ingelheim (Rhh.) verbreitet. Weinlexicon für den Buchstaben B balsamisch Düfte von Benzoe, Harz, Vanille, Weihrauch und anderem. Der Begriff stammt eigentlich aus der parfümistischen Terminologie. Ban des vendanges In Frankreich der amtlich festgelegter Zeitpunkt des Beginns der Weinlese. Barbera ist eine hochwertige, charaktervolle Rebsorte aus dem Piemont. Barolo Wein geschützter Herkunftsbezeichnung aus dem Piemont in Italien, darunter einige renommierte Weine, stets aus der Rebsorte Nebbiolo gekeltert. Barrique Fassgröße in Bordeaux in der klassischen Form mit einem Inhalt von 225 Litern. Vier Barriques ergaben die Maßeinheit Tonneau. Moderne Fässer dürfen bis zu 350 Liter aufweisen. Barrique-Ausbau Weinausbau in z. T. besonders behandelten Eichen-Holzfässern, die dem Wein weitere Aromen hinzufügen. Beerenauslese Prädikat für einen süßen, sehr lagerfähigen Wein. Er wird nur aus einzeln selektierten, überreifen oder edelfaulen Beeren hergestellt. Bernsteinfarbe Infolge einer langen Lagerung nehmen Weißweine oftmals eine bernsteinartige Farbe an. Das kann auch passieren, wenn der Wein vorzeitig oxidiert. Biss Wein mit Biss erweckt den Eindruck, als ob man ihn beißen könnte. Ausdruck für einen tannin- und säurereichen, dabei aber auch körperreichen und ausgewogenen Wein. bitter Bitterer Geschmack kommt bei manchen tanninreichen, jungen Weinen oft vor. Kann aber auch ein Weinfehler sein, der von einer bakteriellen Krankheit hervorgerufen wird. blauburgunder, Arbst, Schwarzburgunder, Schwarzblauer Klevner, Pinot noir, Pinot nero, Spätes Möhrchen, Süßling oder Süßschwarz sind Synonyme der Sorte Spätburgunder. Blanc de Blancs Nur aus weißen Trauben hergestellter, weißgekelterter Wein. Blanc de Noirs Aus roten Trauben weißgekelterter Wein. Blauburgunder s. Pinot noir Blaulauge Indikator zur Säurebestimmung in Weinen. Blume Bei Weinen häufig verwendetes Synonym für Bukett. blumig hoher Gehalt an Duftstoffen. Synonym für floral. Botrytis cinerea die Edelfäule der Trauben verursachender Pilz. Bewirkt durch die Perforierung der Beerenhaut die Konzentrierung des Zuckers in der Beere durch Verdunstung. Bildet die Grundlage für die Herstellung weißer Süßweine. Bourboulenc Erstklassige Rebsorte, am Mittelmeer beheimatet. Bratengeruch entsteht durch die Edelfäule bei den Süßweinen. Das Aroma und der Geschmack erinnern an Eingemachtes, selten auch an Konserven. Bruch Durch Oxidation hervorgerufene Trübung des Weins. Brut Herbe, aber nicht saure Weine, Champagner und Schaumweine mit sehr geringem Zuckergehalt. Brut zéro siehe Restzucker Bukett (franz.: Blumenstrauß) Summe aller Duft- und Geschmacksstoffe. bukettreich besonders hoher Gehalt an Duftstoffen. Weinlexicon für den Buchstaben C Cabernet Franc Dunkle Weintraube. Sie wird im Bordeaux-Gebiet mit Cabernet-Sauvignon und Merlot kombiniert. Liefert gut lagerfähige Weine. Wird auch im Loire-Tal angebaut. Cabernet Sauvignon Sehr edle Rotweintraube. Sie dominiert im Médoc und im Graves-Bereich, wird aber auch in anderen Anbaugebieten eingesetzt. Ergibt gut lagerfähige Weine. Carignan Mediterrane, dunkle Rebsorte. Sie liefert sehr kräftige Weine. Caudalie Maßeinheit für die Dauer des Verweilens der Aromastoffe des Weins im Mund. Entscheidender Faktor für die hierarchische Einsortierung eines Weins. Cave (franz.: cave f.) Keller, besonders Weinkeller. Caveau (franz.: caveau m.) Gewölbe, Weinprobierkeller. Cellier (franz.: cellier m.) Weinkellerei cep (franz.: cep m., cep de vigne) Rebstock oder Weinstock. Cépage (franz.: cépage m.) Rebsorte Chai (franz.: chai m.) Weinlager, ähnlich cellier, Weinkellerei. In Gegenden, wo keine Weinkeller gegraben werden können, muss der Wein in ebenerdigen Gebäuden gelagert werden. chambrieren (franz.: chambre f., Zimmer): Den Wein auf „Zimmertemperatur“ bringen. Chaptalisation Methode der Trockenzuckerung von Wein zur Erzielung eines höheren Alkoholgehalts durch Zugabe von Zucker zum Traubensaft oder Most. Benannt nach Jean-Antoine Chaptal. Chardonnay derzeit eine der weltweit populärsten Weißweintrauben, aus Burgund. In Frankreich zum Beispiel auch in der Franche-Comté und der Champagne, daneben in vielen anderen Ländern angebaut, dabei im großen Stil in Australien und den USA. Sehr gute Alterungsfähigkeit. Eher unspezifischer Geschmack, der sehr mit dem jeweiligen Ausbau variiert. Meist trocken, alkoholreich ausgebaut. Chartreuse (franz.: chartreuse m.) Kartause, kleines „Château“ aus dem Beginn des 19., möglicherweise auch schon aus dem 18. Jahrhundert, im Bordelais (Kartause). Es gibt auch einen gleichnamigen Likör der Kartäusermönche (OCart). Chasselas heißt in Frankreich und der Schweiz der Gutedel. In der Westschweiz wird er auch Fendant genannt. Weiße Tafeltraube. Wird in einigen Gegenden erfolgreich vinifiziert, da hierbei das Terroir besonders gut hervorkommt. Château Eigentlich (franz.: château m.) Schloss. Der Begriff wird aber gleichzeitig – besonders im Bordelais – für ein Weingut verwendet, auch dann, wenn es sich um einen kleinen Betrieb in bescheidenen Räumlichkeiten handelt. Chenin Im Loiretal weit verbreitete, weiße Traubensorte, die sehr feine, ausgewogene Weine ergibt. Cinsaut Sehr fruchtige Rotweine hervorbringende Rebsorte. Wird vorwiegend im Mittelmeerraum angebaut (auch Cinsault genannt). Clairet In Burgund und im Bordelais erzeugter leichter, fruchtiger Rosé oder Rotwein. Clairette Blanche Aus dem mediterranen Anbaugebiet stammende, weiße Traube, die sehr feine Weine liefert. Clavelin Weinflasche mit 0,6 l Inhalt und besonderer Form. Ist den Weinen aus dem Jura vorbehalten. Climat In Burgund verwendete Bezeichnung einer Einzellage (Kataster). Clos Bezeichnung für einen Weinberg, der von einer Mauer umschlossen ist. Gleichzeitig nennt man die Grand-Cru-Lage im Bereich Chablis einfach „les clos“, wie zum Beispiel die Grand-Cru-Lage „Clos de Vougeot“ an der Côte de Nuits. Wird von manchen Weingütern auch anstatt Domaine oder Château im Namen geführt. Cordon (franz.: cordon m.) Kordel, Postenkette. Eine Form der Erziehung bei spalierten Reben. Côt siehe Malbec Côte (franz.: côte f.) Küstenlinie, Hang. In der Weinsprache die Hügel oder Hänge in Frankreich. Coupage (franz.: coupage m.) Verschnitt. Verschneiden verschiedener Weine. Bedeutet keine generelle Qualitätsminderung, im Französischen jedoch Begriff für den eher geringerwertigen Mischvorgang und dem hochwertigen Assemblage gegenübergestellt. Courgée Die fruchttragende Ranke wird bogenförmig an das Spalier angebunden. Im Mâconnais wird dafür der Ausdruck Queue verwendet. Crémant Schaumwein oder Sekt in Frankreich mit weniger Kohlensäuredruck und deshalb leichterem Schaum. Die Flaschengärung ist dabei obligatorisch. Cru (franz.: cru m.) Weingebiet. Suggeriert die Vorstellung, dass der entsprechende Wein von einem engen, genau festgelegten Weinbaugebiet stammt. Es kann sich aber auch um die Bezeichnung der ganzen Lage handeln. Cruover Ist ein geschütztes Warenzeichen und bezeichnet eine Technik, mit der der Inhalt einer geöffneten Weinflasche mittels Stickstoff (Inertgas) aufbewahrt werden kann. Cuvage (franz.: cuvage m.) Gärung. Bezeichnet das Fasslager im Keller. Cuve (franz.: cuve f.) Bottich, Fass, Gärtank, Gärbottich. Cuvée (franz.: cuvée f.) Gärbehälterinhalt, Bottich. Mischungsergebnis (Prozess: Assemblage) verschiedener Weine oder Moste gleicher oder auch verschiedener Traubensorten von stets gleichem Ursprung. Bei der Champagnerherstellung Begriff für den milden Most des ersten Pressvorgangs. Weinlexicon für den Buchstaben D degorgieren Entfernen des Hefebodensatzes beim Sekt oder Champagner, der sich während der zweiten Gärung abgesetzt hat. Durch die besondere Lagerung der Flaschen (fast auf dem Kopf) und durch das „Rütteln“ setzt sich die Hefe im Flaschenhals ab.. Dekanter Bauchige Karaffe, die dem Wein eine sehr große Oberfläche bietet. Durch den Kontakt mit der Luft entfalten ältere Rotweine leichter ihr ganzes Aromaspektrum. Auch: Ein besonders geformter Trichter mit einem Sieb. Durch ihn wird der Wein aus der Flasche vorsichtig in die Karaffe umgegossen, um ihn vom Depot zu trennen. Technisch: Horizontalzentrifuge zur Entsaftung von Traubenmaische. dekantieren siehe Dekanter Demi-sec Bei Schaumweinen die Bezeichnung für eine halbtrockene Geschmacksrichtung. Entspricht einem Gehalt von 35 und 50 g Zucker pro Liter. Depot Bei Rotweinen lagern sich durch die Alterung in der Flasche feste Bestandteile ab, die vor dem Trinken unbedingt entfernt werden müssen. Es handelt sich aber nicht um einen Weinfehler. siehe Dekanter dick wird ein Wein genannt, der sehr farbintensiv ist und einen Eindruck von Dichte und Schwere vermittelt. D.O. Denominación de Origén ist eine Ursprungsbezeichnung für spanischen Wein. Entspricht etwa der französischen A.O.C. D.O.C. Denominazione di Origine Controllata ist eine Ursprungsbezeichnung für italienischen Wein. Damit werden über 350 Appellationen kontrolliert. Entspricht in etwa der französischen A.O.C.. D.O.Ca. Denominación de Origén Calificada ist die höchste Qualifizierung für spanischen Wein. Nur zugelassen für Rioja und Priorat D.O.C.G. Denominazione di Origine Controllata e Garantita ist die höchste italienische Klassifizierung für Wein. Zur Zeit umfasst sie 34 Weine. Dosage Nach dem Degorgieren des Schaumweins oder Champagners wird die Flasche mit so genanntem Tirage-Likör aufgefüllt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Zucker und Wein, die den Süßegrad des Produkts festlegt. Doux siehe süß Duft Synonym für Geruch. duftig mit feinem Bukett. dünn wässrig Weinlexicon für den Buchstaben E Eiswein ist eine hochwertige, edelsüße Weinspezialität. Sie wird aus gefrorenen Trauben hergestellt. Edelfäule siehe Botrytis edelsüß sind Weine, die aus eingetrockneten Beeren mit sehr hohem Fruchtzuckergehalt gekeltert sind. Die Trocknung erfolgt teilweise bereits am Rebstock oder aber durch Lagerung auf Strohmatten. Eiswein Die zu kelternden Trauben werden nachts bei Frost von mindestens minus 7 °C geerntet und sofort verarbeitet. Der Wasseranteil gefriert, dadurch wird der Rest aufkonzentriert. entrappen siehe auch abbeeren Erzeugerabfüllung Der Erzeuger der Trauben keltert den Wein und füllt ihn auch selbst auf Flaschen. Siehe auch Gutsabfüllung Erziehungssystem Unter einem Erziehungssystem im Weinbau versteht man ein charakteristisches Stockgerüst aus altem Holz, wobei die Pflanzentfernung, das Unterstützungsgerüst (Stecken, Pfähle (Stickel), Spanndrähte u. a.) und der Schnitt des einjährigen Holzes mitentscheidend (Schnittlänge, Anordnung, Formierung) sind. Essigstich Weinkrankheit, die durch Mikroorganismen hervorgerufen wird. Bewirkt einen sauren Wein. Weinlexicon für den Buchstaben F Federspiel Wein aus der Wachau, die Qualität ist mit dem deutschen Kabinett vergleichbar. Fehler Veränderungen des Weines, die nicht auf biologische Ursachen (wie eine Verunreinigung durch Bakterien oder ähnlichem) zurückzuführen sind, sondern auf den Kontakt mit Sauerstoff oder Materialien, die Düfte abgegeben haben (zum Beispiel Korken) oder aber Licht beziehungsweise hohen Temperaturen ausgesetzt waren. fett Synonym zu ölig. Feuerstein Der Geruch von Feuerstein findet sich besonders oft bei Weißweinen aus der Gegend um Pouilly-sur-Loire, zum Beispiel Pouilly-Fumé. feurig wird ein alkoholreicher Wein genannt, der nicht müde macht und (bei moderatem Genuss) nicht so rasch berauscht. Er wird auch wärmend genannt. Fillette Flasche mit 0,35 l, vorwiegend im Loiretal benutzt. Filterschock durch Filtration hervorgerufene Geschmackseinbußen des Weins. Bei einigen Filterungsverfahren kommt der zu klärende Wein mehr oder weniger stark mit Luftsauerstoff in Berührung, was Geschmacksstoffe oxidieren und somit zu einem "stumpfen", weniger komplexen Geschmacksbild führen kann. Freie schweflige Säure im Wein kann dies jedoch mit zunehmender Lagerung wieder rückgängig machen. Filtration Mechanische Klärung des Weins, bei der Trubstoffe entfernt werden. Finale siehe Abgang. Finesse Qualitätsbegriff für einen eleganten, fein strukturierten Wein. Fleisch Gefühl von Fülle und Dichte, die ein Wein im Mund hinterlässt. Folle Blanche weiße Rebsorte, auch Gros Plant genannt. Ergibt einen spritzigen Weißwein. Foudre (franz.) sehr großes Fass mit 2.000 bis 3.000 Liter Inhalt (oft noch mehr). Das deutsche Fuder fasst 1.000 Liter. frisch Wein dessen Geschmack mittels fruchtiger Aromen, Fruchtsäuren oder gelöstem Kohlendioxid ein anregendes Gefühl vermittelt. Frizzante Italienischer Perlwein. Hat weniger Kohlensäuredruck als Sekt. fruchtig Duft und Geschmack wie frisches Obst (besonders bei jungen Weinen). Fruchtsüße Bei aufgespriteten Weinen, wie etwa süßen Sherries, Portweinen, Madeiras, Rivesaltes oder Banyuls, aber auch bei Spätlesen, Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen muss die Restsüße eindeutig höher sein als bei halbtrockenen Weinen. fuchsig Geruch, der bestimmten Weinen aus Hybridsorten anhaftet. Man sagt, dass er „wie Fuchs und Wanze“ riecht. Weinlexicon für den Buchstaben G Gamay Rote Traubensorte, die sehr verbreitet ist. Standard-Traubensorte für die Herstellung des Beaujolais, wird im Beaujolais fast ausschließlich angebaut. Gärung Durch die Wirkung der Hefe entstehender Prozess, der den Zucker des Traubensaftes oder Mostes zu Alkohol umwandelt. Nach Gay-Lussac wird 1 Teil Zucker zu 2 Teilen Ethanol, 2 Teilen Kohlendioxid und Wärme zerlegt. Gärzeit bestimmt die Intensität der Farbe und den Tanningehalt bei den Rotweinen. gefällig Ausdruck für fruchtigen, frischen Wein Gerbstoffhaltig Ein umfangreicher Tanningehalt lässt das Gefühl einer leichten bis mittleren Adstringenz aufkommen. Geruch Der Geruch eines Weins hängt von vielen Faktoren ab und kann große Unterschiede zeigen. Mit der Nase nimmt man die unterschiedlichsten Düfte, zum Beispiel Blumen oder Früchte, Holz oder Lakritz, Wildbret oder Geräuchertes auf. Sogar der Geruch abgefahrener Autoreifen ist schon beschrieben worden. siehe Dr. Fischer (DLR Neustadt) Aromarad. Geschmack Die Summe aller Merkmale, die bei der Verkostung im Mund wahrgenommen werden. geschmeidig nennt man einen Wein, bei dem die Milde gegenüber der Adstringenz dominiert. Gewürztraminer rosafarbene, sehr aromatische Weißwein-Traubensorte. Glanzhell Hat der Wein eine Filtration durchlaufen, in der alle Organismen abgeschieden wurden (Feinfiltration) ist er Glanzhell. Der Name kommt von dem goldenen oder rubinfarbenen Glanz den ein solcher Wein zeigt. Die Vorstufe von Glanzhell ist Kellerhell (siehe unten). glatt Bezeichnung für einen geschmacklich zwar fehlerfreien, aber mit wenig individuellen Geschmacksnoten ausgestatteten Wein. Glyzerin Mehrwertiger Alkohol, leicht süßlich, entsteht bei der Vergärung des Mostes und bewirkt die Öligkeit des Weins. Gobelet Art des Rebenschnitts. Der Stock sieht aus wie ein umgestülpter Becher. Grand Cru ist eine Weinklassifizierung in Frankreich und bedeutet Großes Gewächs. In Burgund ist es die höchste Qualitätsstufe einer bestimmten Lage; im Bordelais ist die Bezeichnung Grand Cru Classé auf ein bestimmtes Château bezogen. Gran Reserva Qualitätsbezeichnung für Weine aus Spanien. Sie müssen mindestens fünf Jahre alt sein und davon zwei Jahre im Holzfass gelagert worden sein. Grauburgunder (ital.: Pinot Grigio) rötliche Rebsorte, aber meist für Weißweine verwandt. In einigen Ländern Europas, auch in der Neuen Welt angebaut. Liefert säurearme, aber körperreiche Weine. Graves Weinbaugebiet im Médoc. Aber auch ein Boden mit hoher Durchlässigkeit, der für den Anbau hochklassiger Weine bestens geeignet ist. Grenache Rotweintraube in Südfrankreich und Spanien. Ergibt feurige Weine. Synonym Garnacha. Gros Plant siehe Folle Blanche Grüner Wein Saurer, noch unreifer Wein. In anderen Ländern wird auch „junger Wein“ so bezeichnet. Weinlexicon für den Buchstaben H harmonisch gut abgestimmtes Verhältnis der Inhaltsstoffe, insbesondere von Süße zu Säure/Bitterkeit und von Tanninen zu Alkohol/Glycerin. hart zu gerbstoffreich. Hefe Saccharomyces. Sehr kleiner, einzelliger Zuckerpilz, er bewirkt die alkoholische Gärung des Mostes. Herabstufung In Frankreich: Verlust des Anspruchs, die Herkunftsbezeichnung A.O.C. führen zu können. Der Wein kann nur noch als Tafelwein verkauft werden. In Deutschland kann ein Wein der geradeso über einer Oechsle-Grenze liegt auf die nächst untere abgestuft werden um dem Qualitätsanspruch eines Weingutes gerecht zu werden. Herbheit Durch einen hohen Gerbstoffgehalt des Weins wird eine raue Geschmacksempfindung hervorgerufen. Hochgewächs Qualitätsstufe für den Riesling. Seit 1987 im Weingesetz verankert. Qualitativ liegt er zwischen dem Q.b.A. und dem Kabinett. Dieser Begriff hat nichts mit der Erziehungsform der Reben zu tun. Hochkultur Ein besonderer Rebschnitt lässt den Weinstock in die Höhe wachsen. In Deutschland kombiniert mit Drahtrahmen oder Stockerziehung. Hybriden Neue Rebsorten, die durch Kreuzung zweier verschiedener Rebenspezies (Urformen der Rebsorten wie Vitis vinifera, Vitis berlandieri, …) im Gegensatz zu Kreuzungen zwischen zwei Sorten derselben Spezies entstehen. Hybridreben werden auch als interspezifische Kreuzungen bezeichnet. Weinlexicon für den Buchstaben I Impériale Flasche mit achtfachem Inhalt, also sechs Liter. I.N.A.O. Abkürzung für Institution National des Appellations d'Origine. In Frankreich das nationale Institut, das die Einhaltung der Erzeugungsbedingungen für A.O.C.-Weine überwacht. I.G.T. Indicazione Geografica Tipica. In Italien wurde diese Bezeichnung 1995 für Landweine aus bestimmten Anbaugebieten eingeführt. Die Qualität liegt zwischen einfachen Tafelweinen und D.O.C.-Weinen. I.T.V. Abkürzung für Institut Technique de la Vigne et du Vin. In Frankreich eine Organisation, die sich mit der Technik der Vinifikation (Weinbereitung), der Weinforschung und der Versuchszucht von Traubensorten befasst. Weinlexicon für den Buchstaben J Jahrgang Das Jahr der Ernte des Weins. Es sollte bei hochklassigen Weinen auf dem Hauptetikett angegeben sein. Häufig wird es aber auch auf einem kleineren Halsetikett oder dem Rückenetikett angegeben. jung nennt man einen Wein, der seinen Höhepunkt schon ein Jahr nach der Ernte erreicht hat. Jeroboam Bezeichnung für eine Flasche mit drei Litern Inhalt, also der Kapazität von vier normalen Flaschen. Weinlexicon für den Buchstaben K Kahm Schaler Geschmack und ein weißlicher Schleier sind die Symptome dieser Weinkrankheit, die von Kahmhefen (obergärig) verursacht wird. Kellerhell so wird ein Wein bezeichnet, der von der Hefe durch Abstich getrennt wurde und eine erste grobe Filtration durchlaufen hat. Die Trübung eines kellerhellen Weines ist nur in hellem Durchlicht zu erkennen, es fehlt noch der Glanz. Hat der Wein zusätzlich eine Feinfiltration durchlaufen, in der alle Organismen abgeschieden wurden ist er Glanzhell (siehe oben). Keltern Die Weintrauben werden zum Platzen gebracht, damit der Saft auslaufen kann. Geschieht in der Regel in einer Presse, kann aber auch durch das Eigengewicht der Beeren eingeleitet werden. Kirchenfenster Der im Glas geschwenkte Wein hinterlässt transparente, farblose und dickflüssige Schlieren auf der Glasinnenseite, welche romanischen Fenstern ähneln; hervorgerufen durch hohen Glyzerin-, Restzucker- und sonstigen Extraktgehalt. Dieser Effekt wird auch Träne genannt. Klärung Eine Sammelbezeichnung für die Entfernung unerwünschter Inhaltsstoffe während des Ausbaus, die den Geschmack und die Klarheit des Weins beeinträchtigen können. So werden etwa Eisentrübungen und Eiweißtrübungen durch verschiedene Fällungsmethoden entfernt. Beispiele für Schönungsmittel sind Bentonit (eine Tonerde zur Eiweißschönung), Gelatine oder Hausenblase (Schwimmblase des Störs) aber auch Kaliumhexacyanoferrat(II) (Blauschönung, Dosierung und Nachkontrolle werden durch Lebensmittelchemiker amtlich kontrolliert). Ebenfalls gebräuchlich, besonders in frühen Phasen der Klärung, ist die Selbstklärung, bei welcher im ruhenden Wein Trubstoffe ohne weitere Hilfsmittel von selbst zu Boden sinken. Dies ist die schonendste Klärungsmethode, welche jedoch oft nicht allein ausreicht. Klarett (auch Clarett) Früher die Bezeichnung für einen „durch Aufguß von Gewürzen bereiteter und mit Zucker versüßter Wein“ (Meyers Konversationslexikon von 1888). Bis 1995 in Österreich synonym für Rosé verwendete Bezeichnung, die zwischenzeitlich verboten ist, weil Clairet (und ähnliche Bezeichnungen) als traditioneller Begriff Frankreich vorbehalten und geschützt ist. Kleid (auch: Aussehen) Bezeichnet das äußere Erscheinungsbild und die Farbe des Weins. Klon Ungeschlechtliche Fortpflanzung durch Vermehrung, beispielsweise mit Stecklingen oder durch Veredelung. komplex (Komplexität) wird ein höherwertiger Wein genannt, der viele verschiedene Duftkomponenten zeigt; oft als Ergebnis schwachen Sauerstoffzutritts während des Ausbaus. Synonym zu 'vielschichtig'. Körper ist die geschmackliche Dichte und Beschaffenheit (auch: Fleisch) eines Weins und durch Alkohol-, Zucker- und Extraktgehalt geprägt. Kohlensäuremaischung Dieses Verfahren wird überwiegend zur Herstellung von Primeurweinen angewendet. Bevor die geernteten, unverletzten Trauben in den Gärbehälter gefüllt werden, wird dieser mit Kohlendioxid gefüllt. krautig bezeichnet (etwas abfällig) einen Wein, dessen Aroma an verschiedene Kräuter erinnert. kurz ohne längeren Geschmack, kein Abgang kvevri siehe Qvevri Weinlexicon für den Buchstaben L Lage geographischer Anbauort, Standort des Weinbergs. Lagerfähigkeit Zeitraum, über den besonders Rotweine in der Flasche gelagert werden können und ggf. auch sollten, um ihren optimalen Geschmack zu erzielen. S. auch Flaschenlagerung. lang Bezeichnung für einen Wein, der einen langanhaltenden guten Geschmackseindruck beim Abgang im Mund hinterlässt. Siehe auch Caudalies lebendig nennt man einen leichten, frischen Wein, bei dem die Säure leicht, aber angenehm, dominiert. leicht wird ein ausgewogener, angenehmer Wein mit einfachem Körper und eher blasser Farbe genannt. Sollte bald getrunken werden. Lese Kurzform für die Traubenlese, auch Weinlese, bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben. lesen Verbform für die Traubenlese, auch Weinlese, bezeichnet im Weinbau die Ernte der Weintrauben. lieblich Landläufige Bezeichnung für einen Wein, der weniger säurebetont, sondern eher leicht süßlich schmeckt. Liquoreux Zuckerreicher Weißwein, der seinen etwas eigentümlichen Geschmack dadurch erhalten hat, dass sich auf den Trauben die Edelfäule gebildet hat. Weinlexicon für den Buchstaben M Macabéo Vorwiegend im Roussillon angebaute, weiße Traubensorte. Ergibt, selbst wenn noch jung, einen angenehmen Wein. Macvin Ein ausschließlich im Jura erzeugter Likörwein, der aus zwei Dritteln Traubenmost und einem Drittel Marc (Tresterbrandwein) besteht und ca. 18 Prozent Alkohol hat (s. z. B. Arbois) Macération carbonique siehe Kohlensäuremaischung madeirös Durch die Alterung des Weins angenommene Bernsteinfarbe, dazu ein leichter Madeira-Geschmack. Siehe hierzu Madeirisierung. Maischegärung Während des Gärvorgangs bleiben die festen Bestandteile des Leseguts im Gärbehälter. Malbec Rote Traubensorte im Bordelais, wird in einigen Gegenden aber auch Côt genannt. Magnum Flasche mit doppeltem Inhalt, also 1,5 Ltr. Malolaktische Gärung wird auch fälschlich als zweite Gärung bezeichnet. Dabei wird die Äpfelsäure in Kohlendioxid und Milchsäure umgebaut. Der Wein verliert dabei etwas vom säuerlichen Geschmack, da Milchsäure milder als Äpfelsäure ist. Manseng Weiße Rebsorten im Jurançon. Zwei Sorten: Gros Manseng und Petit Manseng. Marsanne Weiße Traubensorte, wird vorwiegend in der Hermitage angebaut. Mauzac Vorwiegend im Languedoc und bei Toulouse angebaute, weiße Traubensorte. Lässt einen feinen, aber nur wenig lagerfähigen Wein entstehen. Gut geeignet für Traubenbrand. Mehltau Schmarotzerpilz, der die grünen Pflanzenteile des Rebstocks befällt. Es gibt zwei Hauptarten, den Echten Mehltau und den Falschen Mehltau. Melon Weiße Rebsorte in Burgund, sie wird an der Loiremündung als Muscadet bezeichnet. Merlot Dunkelrote Traubensorte. Aus ihr werden kräftige Rotweine erzeugt, sie wird aber auch im gesamten Bordelais mit anderen Traubensorten vermischt. Methusalem Flasche mit 6l Fassungsvermögen. Meunier Schwarzriesling oder Müllerrebe. Rote Traubensorte, stammt vom Pinot ab. Grundsorte für Champagner. Milchsäure entsteht zusammen mit Kohlendioxid bei der Malolaktischen Gärung. Millésime In Frankreich die Bezeichnung für Jahrgang. mise en bouteilles Flaschenabfüllung. Mourvèdre Dunkle Traubensorte, hauptsächlich in der Provence angebaut. Ergibt feine, sehr gut lagerfähige Weine. Mousseux Das Prickeln der Schaumweine, die in den Qualitätsbereich V.Q.P.R.D. gehören. Most Saft, der in den Trauben enthalten ist. Auch Bezeichnung für den Pressaft vor Beginn der Gärung. Mostgewicht ein Maß für den Anteil gelöster Stoffe im Traubenmost (Traubensaft). Wird mit der Mostwaage gemessen und in Grad Öchsle angegeben müde ist ein Wein, dem Geschmack und Duft oder auch Frische fehlt. Auch zum Beispiel nach einem Transport oder größeren Temperaturschwankungen: Er benötigt Zeit und Ruhe, um sein gewohntes Gleichgewicht wieder zu erlangen. Muscadelle Weiße Traubensorte. Im Bordelais wird sie zusammen mit den Sorten Sauvignon Blanc oder Sémillon verarbeitet. Muscadet Vorwiegend an der Loire angebaute Weißweinsorte. Ergibt eine frischen, fruchtigen Wein. Muscat Sammelbegriff, unter dem alle Traubensorten zusammengefasst sind, aus denen sowohl die teilweise sehr trockenen Weißweine als auch die würzigen Dessertweine gekeltert werden. Hauptsächlich wird Muscat im Languedoc-Roussillon angebaut. → Muskateller Mutage (frz.) Durch Zusatz von Alkohol wird die alkoholische Gärung des Mostes gestoppt. Das Verfahren wird in teilweise Frankreich angewandt, in Deutschland ist es unzulässig. Weinlexicon für den Buchstaben N Nachdruck Wein aus der letzten Pressung. Er darf nicht in die Cuvées für die Champagnerherstellung eingebracht werden. Nachhaltigkeit Die lange Wahrnehmung der Eigenschaften eines Weins, wie Aroma und Geschmack, nach dem Schlucken oder Spucken. Nebbiolo Rote Rebsorte, vor allem in Norditalien kultiviert. Liefert meist tiefrote, tanninreiche Weine. Nebukadnezar Bezeichnung für eine Flasche mit zwanzigfachem Inhalt von Normalflaschen, also 15 Liter. Négoce in Frankreich der Weinhandel mit all seinen verschiedenen Berufszweigen. Négociant-Eleveur Weinhändler in Frankreich, der nicht nur mit Wein handelt, sondern auch jungen Wein kauft, um ihn auszubauen und lagert, bis er reif zur Abfüllung auf Flaschen ist. Négociant-Manipulant in der Champagne in Frankreich ein Weinhändler, der geerntete Trauben von anderen Weingütern aufkauft, um daraus selbst eine eigene Champagner-Cuvée herzustellen. Siehe auch: Récoltant-Manipulant. Negroamaro / Negro Amaro Rote Rebsorte, fast ausschließlich in Süditalien kultiviert. Liefert körperreiche Weine. Nero d'Avola Edle rote Rebsorte, die vor allem in Sizilien angebaut wird und tanninreiche, lagerungsfähige Weine liefert. nervig ist ein Wein, wenn er mit einem angemessenen Säuregehalt und seinen anderen guten Eigenschaften den Mund reizt. Nielluccio Rote Rebsorte Sangiovese, die unter diesem Namen vor allem auf Korsika angebaut wird. Er liefert Weine mit langer Lagerfähigkeit und sehr hoher Qualität. Besonders hervorzuheben ist der Patrimonio. Nouveau ist in Frankreich eine Bezeichnung für den Wein der letzten Ernte, s. Jungwein Weinlexicon für den Buchstaben O Oechsle Maßeinheit für das Mostgewicht vom Wein. Sie ist vor allem in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg gebräuchlich. ölig Ein Wein, der sich „anschmiegsam“, „weich“ und „fettig“ gibt, trägt diese Bezeichnung. Önologin/Önologe Absolventin/Absolvent einer Weinbauschule. Hochqualifizierte Fachkraft, die alle Bereiche des Weinanbaus und der Weinbereitung vom Weinberg bis zur Abfüllung in die Flasche fachlich begleitet. Önologie Die Wissenschaft vom Weinanbau und der Weinerzeugung O.I.V. Die Abkürzung für Office International de la Vigne et du Vin. Dieses Internationale Weinbüro befasst sich mit Fragen der Technik, der Wirtschaft und der Wissenschaft rund um den Weinbau. O.N.I.VINS In Frankreich die Abkürzung für Office National Interprofessionnel des Vins. Diese Weinanstalt ist die Nachfolgeorganisation der ehemaligen O.N.I.V.I.T., sie reguliert und steuert den französischen Weinmarkt und vertritt alle Berufsgruppen der Weinerzeugung und –vermarktung. Der Begriff Perlage bezeichnet die winzigen Kohlensäurebläschen des Schaumweins. Gute Qualitäten haben eine feine, lang anhaltende Perlage. opak (Adj. zu Opazität) Bei Rotweinen für einen tief-roten, wenig Licht durchlassenden Wein. Sagt nicht unbedingt etwas über Qualität des Weins aus. Oxidation Veränderungen von Bukett (s. auch komplex) und Wein-Farbe unter Zutritt von Luftsauerstoff. Als Mikro-Oxidation beim Ausbau z.T. bewusst herbeigeführt. In größerem Maße und nach der überwiegenden Weinbautradition der Neuen Welt allerdings unerwünscht. Rotwein zeigt oft eine Farbverschiebung nach Rostbraun (siehe ziegelrot), in Frankreich sagt man dazu auch pelure d'oignon (Zwiebelschale), Weißwein nach orangegelb. Weinlexicon für den Buchstaben P pasteurisieren Der französische Wissenschaftler Louis Pasteur entwickelte die Keimfreimachung, auch Sterilisation durch Hitzeeinwirkung. Perlwein diese Bezeichnung trägt ein Wein mit wesentlich weniger Kohlensäuredruck und Schaumentwicklung als beim Schaumwein. Die bekannteste Marke ist Keller Geister. Petit Verdot Im Bordelais werden Merlottrauben und Cabernettrauben vereinzelt mit dieser Traubensorte ergänzt. petrolig, Petrolton Aromakomponente, die an Kohlenwasserstoffverbindungen wie Teer oder Petroleum erinnert. Entwickelt sich vor allem bei manchen älteren Weißweinen. Soweit nicht zu herausstechend wird sie von manchen geschätzt. Pfahlkultur siehe Stockkultur Pineau aufgespriteter Dessertwein, wird überwiegend in der Charente in Frankreich hergestellt. pichet Krug zum Ausschank von Fassweinen von 0,25 bis 1 Liter. Beim Apfelwein in Hessen Bembel genannt. Pièce Weinmaß. Fassinhalt: im Beaujolais bei einfachem Beaujolais 216 l; beim Beaujolais-Villages 215 l und bei den zehn Crus 214 l. In Burgund 216 l oder 228 l. Pinot blanc siehe Weißer Burgunder. Pinot noir Spätburgunder, ital.: Pinot negro. Wichtigste dunkle Traubensorte in Burgund. Die daraus gewonnenen Weine treten durch besonders lange Lagerfähigkeit hervor, haben aber verhältnismäßig wenig Farbintensität. In der Champagne werden daraus weiße Champagner gemacht. Pot Lyonnais Eine besondere Servierflasche im Beaujolais. Diese Servierflasche besitzt einen besonders dicken Glasboden, der es ermöglicht, den Wein auf dem Tisch länger kühl zu halten. Dafür wird die Flasche vorher im Eisfach gekühlt. Prädikatswein In Deutschland und Österreich ist das die Klassifizierung für natursüße, also nicht angereicherte Weine. Premier Cru Ist in Burgund die zweithöchste Qualitätsstufe. Prémier Grand Cru Classé Ist im Bordelais die höchste Einstufung eines Château nach der Klassifizierung von 1855. Derzeit tragen fünf Schlösser diesen Titel. Primeur Der junge, bzw. der erste Wein des Erntejahres. Ab dem 3. Donnerstag im November darf der junge Wein des Beaujolais verkauft werden. Der Beaujolais-Primeur ist inzwischen zu einem Kult auf der ganzen Welt geworden. Prise de mousse übersetzt aus dem Französischen: Bildung des Schaums. Die zweite Gärung die die Weine bei der Herstellung von Perlwein, Sekt und Champagner wird so bezeichnet. Weinlexicon für den Buchstaben Q Q.b.A. in Deutschland die Abkürzung für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Darf zur Erhöhung des Alkoholgehalts mit Zucker angereichert werden, ist besser als Land- oder Tafelwein. Qualitätswein siehe Q.b.A.. Quevri (georgisch für "Amphore") Ein in Georgien traditionsreiches Ausbauverfahren, bei dem der Wein in Tongefäsen vergoren wird, die in der Erde vergraben werden. In der Variante des kachetischen Stils werden üblicherweise auch Kerne und Stängel absichtlich mitvergoren, wodurch dieser Wein besonders viele Geschmacksstoffe aus der Pflanze aufnehmen kann. Die Kunst besteht darin, vor allem die erwünschten Stoffe in den Wein übergehen zu lassen. Weinlexicon für den Buchstaben R Räuchergeruch bzw. -geschmack Geruch bzw. Geschmack, der an geräucherte oder geröstete Lebensmittel erinnert. Beruht bei Barriquefass-Ausbau auf dem vorhergehenden Ausbrennen der Fässer. Bei der Sauvignon blanc-Traube, aus der unter Anderem der Pouilly-Fumé gekeltert wird, eine Rebsortentypik, diese Traube wird daher auch Blanc-Fumé genannt. raisin (frz.) Weintraube, Weinbeere, nicht: Rosine Ratafia Likörwein aus dem Burgund und der Champagne. Hierbei mischt man Traubensaft mit Tresterschnaps in einem ganz bestimmten Verhältnis. rauh adstringerender Wein, der im Rachen kratzt. Reblaus (Viteus vitifoliae), auch Phylloxera genannt, ursprünglich aus Amerika stammende Pflanzenlaus. Mitte des 19. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt, löste sie hier eine Katastrophe aus. Meist örtlich begrenzt in Deutschland und Spanien zum Teil heute noch ansässig. In Kalifornien (USA) vernichtete sie in den letzten Jahren u.a. große Merlot-Monokulturen. Die Laus ist vielerorts durch die Pfropfung auf resistente Wurzelstöcke ausgeschaltet. Rebsorte die Edle Weinrebe liegt in etlichen Sorten vor, die man im Weinbau Rebsorten nennt. Siehe auch die Liste der Rebsorten. Rebschnitt Rebschnitt bezeichnet den jährlichen Rückschnitt des einjährigen Holzes und Korrekturen des alten Holzes. → Rebschnitt Reberziehungssystem Unter einem Erziehungssystem im Weinbau versteht man ein charakteristisches Stockgerüst aus altem Holz, wobei die Pflanzentfernung, das Unterstützungsgerüst (Stecken, Pfähle (Stickel), Spanndrähte u. a.) und der Schnitt des einjährigen Holzes mitentscheidend (Schnittlänge, Anordnung, Formierung) sind. Récoltant-Manipulant Weinbauern, die aus ihren eigenen Trauben auch den eigenen Champagner herstellen. Restzucker ist der nach dem Vergären verbliebene Zuckergehalt. (Wird in Gramm pro Liter angegeben). Riesling gilt als eine der besten und wichtigsten Weißweintrauben Rolle Weiße Traubensorte, die vorwiegend an der Côte d'Azur und in der Provence angebaut wird. Aus ihr werden feine Weine erzeugt. Auch Stadt im Waadtland. Roussanne Weiße Traubensorte, die vorwiegend in der Drôme in Frankreich angebaut wird. Aus ihr werden feine, gut lagerfähige Weine gekeltert. rütteln Bei der Schaumweinherstellung werden die Flaschen nach Beendigung der zweiten Gärung in Rüttelgestellten bewegt (gerüttelt) und dabei immer steiler auf den Kopf gestellt. Dadurch bewegt sich der Bodensatz(Hefe) zum Korken hin, wo er dann später beim Degorgieren entfernt werden kann. Sinn des Rüttelns ist die optische Klarheit des Schaumweins. Weinlexicon für den Buchstaben S Schaumwein Oberbegriff für alle perlenden Weine wie Champagner, Sekt, Crémant, Cava, Spumante oder auch Sparkling Wine Saignée-Rosé Nach kurzer Maischegärung wird der Roséwein vom Gärtank abgezogen. Die Maische wird aufgeteilt in die zur Herstellung des Roséweins bestimmte Menge. Der Rest verbleibt bei den Beerenhäuten und wird von diesen umso intensiver beeinflusst. Letzteres ergibt sehr tanninbetonte Rotweine. Salmanazar Bezeichnung für eine Flasche mit zwölffachem Inhalt von Normalflaschen, also neun Liter. sauber Bezeichnung für einen fehlerfreien Wein mit gut ausgeprägten Merkmalen. Säure Eine gut dosierte Säure trägt zur Ausgewogenheit des Weines bei. Sie gibt ihm Frische und Biss. Bei zu niedrigem Säuregehalt schmeckt der Wein fade. Ist er zu hoch, hat der Wein einen Fehler. Siehe auch Azidität. An Säuren kommen v.a. Wein-, Apfel-, Zitronen-, Essig- und Bernsteinsäure vor. sauer Stark „saurer“ Geschmack, durch einen Essigstich hervorgerufene Weinkrankheit. Sauvignon Blanc Weiße Traubensorte, die einen gut lagerfähigen, säurebetonten Wein ergibt. In vielen Ländern angebaut. Beim je nach Machart variierenden Geschmack sind besonders grasige, Stachelbeer-, aber auch Aromen von Geräuchertem charakteristisch, daher auch Blanc fumé genannt. schal Durch zu große Einwirkung von Luftsauerstoff ist der Wein oxidiert und hat dadurch sein gesamtes Bukett verloren. scharf Schwerer Weinfehler. Der Wein ist sehr herb, weil er zu viel Säure und Gerbstoffe in sich vereinigt. Schillerwein Wein aus roten und weißen Trauben, die im selben Rebberg gewachsen und am selben Tag geerntet werden. Die Trauben werden noch vor der Maische gemischt. Schillerwein besitzt eine schillernde rosa Farbe, hat aber sonst mit dem Roséwein nichts zu tun. Schönung siehe Klärung Schwanz siehe Abgang Schwarzburgunder s. Pinot noir Schwefelung Durch Zufügung von Schwefel beim Most oder beim Wein werden diese vor Krankheiten geschützt. schwer wird ein sehr voluminöser Wein mit meist starkem Alkoholgehalt genannt. sec siehe trocken Sémillon vorwiegend links und rechts der Garonne angebaute, weiße, edle Traubensorte. Aus ihr werden die berühmten Süßweine gemacht, zum Beispiel: Château d’Yquem. Smaragd Ist die höchste Qualitätsbezeichnung für Weine aus der Wachau. Der Name kommt von einer kleinen Smaragdeidechse, die in den Weinbergen der Wachau lebt. Spalier Rankhilfe für Weinstöcke oder Obst. Spätburgunder s. Pinot noir Spumante Italienische Bezeichnung für Sekt und Schaumwein. Pfahlkultur oder Stockkultur bezeichnet eine alte Form der Rebstockerziehung in Österreich. Steinfeder Leichter Wein aus der Wachau, der Name kommt von einem feinen Gras, das in der Wachau wächst. Stickel (auch Stiggel) bezeichnet im traditionellen Weinbau einen Pfosten aus Holz. Stockkultur (auch Pfahlkultur) ist eine Reberziehungssystem. Struktur fasst vor allem den Alkohol-, Säure- und Tanningehalt zusammen, wenn sie dem Wein ein „Gerüst“ geben. sur lie In Frankreich wird der Muscadet häufig länger auf dem Hefebett (lie) stehen gelassen um ihm mehr Frische zu verleihen. Weinlexicon für den Buchstaben T Tannine Synonym für Gerbstoffe. Sie tragen zur Struktur bei und dürfen im Gesamtgeschmackseindruck des Weins in der Regel nicht fehlen. Tannine stammen aus den festen Bestandteilen der Rotweintraube, aber bei Holzfasslagerung auch aus dem Holz. Die Vorstellung, Tannine trügen zur Haltbarkeit des Weins bei, gilt heute als überholt. tassée (franz.) Kleines Metallschälchen mit einem Griff, das zum Probieren des Weins benutzt wird. Wird mancherorts auch Tastevin genannt. Textur Beschaffenheit und Zusammensetzung des Weines beim „Mundgefühl“ Temperaturregelung Gezielte Steuerung der Temperatur im Gärbehälter während der Gärung. Tempranillo rote Rebsorte, v.a. in Spanien angebaut. Meist würzig und mit Geschmackskomponenten roter Früchte. Gut lagerfähig, aber auch jung zu trinken. tief Körperreicher Wein von hoher Komplexität. Tinto Einfacher Rotwein aus Portugal oder Spanien, der in der Regel nicht im Eichenfass ausgebaut wurde. toastig Duft und Geschmack nach Toast, entwickelt sich beim Ausbau im Eichenfass. Träne siehe Kirchenfenster trocken durchgegoren oder mit geringem Restzucker. Weine aus französischer, spanischer oder italienischer Erzeugung dürfen maximal 2 g Restsüße haben. Für deutsche Weine sind maximal 9 g (in Franken aber nur 4,5 g) erlaubt. Trockenbeerenauslese Prädikat für einen Wein aus Deutschland oder Österreich, dessen Trauben am Weinstock getrocknet sind. Oft unter Einfluss der Edelfäule. Der Wein hat einen hohen Alkoholgehalt. Weinlexicon für den Buchstaben U Ugni Blanc Weißweintraube von geringer Qualität. Wird in Süd-Westfrankreich angebaut und ergibt einen wenig lagerfähigen, säuerlichen Wein. Die Traube ist auch unter dem Namen Saint-Émilion bekannt. In Italien als Trebbiano toscano vielfach angebaut umfüllen Abstich. Der Wein wird von einem Fass in ein anderes gefüllt (gepumpt), um ihn von der Hefe zu trennen. Weinlexicon für den Buchstaben V Vigneron in der französischen Region Champagne-Ardenne beim Zurückschneiden der Weinreben im Winter Veltliner Rebsorte, auch Grüner Veltliner, vorwiegend in Österreich angebaute Rebsorte. Sehr trocken, sehr gut. vendange (frz.) Weinernte. verschneiden Mischung verschiedener Weine, in Deutschland meist bei billigen Weinen. Bei guten Weinen zur weiteren Qualitätssteigerung vorgenommen. Auch bei Weinen geringerer Qualität zur Relativierung einzelner Schwächen eingesetzt. In Frankreich als Coupage bekannt. Versoaln ist der Name des möglicherweise ältesten Rebstockes in Europa. Es handelt sich dabei um eine weiße Rebsorte. vieille vigne (frz.) Alte Weinstöcke. Sie versprechen hohe Qualität, weil alte Weinstöcke sehr konzentrierten Wein ergeben. Wird als Bezeichnung auf den Etiketten verwendet. vigneron (frz.) Winzer, Weinbauer, Weinhauer. Vin Jaune „Gelber Wein“ aus dem Jura mit sehr hoher Haltbarkeit Vin de Paille „Strohwein“ aus dem Jura; ähnlich der Appassimento-Technik (s. Recioto di Soave) werden die geernteten Beeren zunächst auf Stroh getrocknet und dann gekeltert. Haltbarkeit dieser Weißweine mind. 40 Jahre Vinifikation Weinbereitung. vignoble (frz.) der gesamte Besitz an Anbaufläche eines Winzers. Viticulture in Frankreich der Weinanbau mit all seinen verschiedenen Berufszweigen. vollmundig sagt man zu einem angenehmen, weichen Wein, der die Kehle gut hinunterrinnt. vorklären Abziehen des klaren Mostes vom sedimentierten Trub zwischen Pressung und Gärung. Begünstigt langsame Vergärung und Reintönigkeit Vorlauf Der Most, der bereits ohne Pressung aus dem Bottich läuft, wird Vorlauf genannt. Vorlaufwein Ist bei der Weinherstellung der Wein, der direkt aus dem Gärbehälter durch Abstechen erhalten wird. V.Q.P.R.D. in Frankreich die Abkürzung für: „Vin de qualité produit dans une région déterminée“ = Qualitätswein aus besonderen Anbaugebieten. Der Begriff fasst in Frankreich alle A.O.C. – Weine und V.D.Q.S. – Weine zusammen. W Wärmeregulierung siehe Temperaturregelung warm Extrakt- und alkoholreicher Wein mit gewisser Süße, der durch seinen Alkoholgehalt das Gefühl innerer Wärme vermittelt. weiblich So werden Weine bezeichnet, die eine besondere Leichtigkeit und Zartheit offenbaren. weich Geschmeidiger, angenehmer Wein mit zurückhaltendem Tannin beziehungsweise Säure. Weinhandelsküfer/Weinküfer Ausbildungsberuf im Weinherstellungsgewerbe. Weinstein Ansammlung von Weinsteinkristallen in Flaschen oder Fässern. Wine of Origin (WO) Seit 1973 Ursprungsbezeichnung für Weine aus Südafrika. Das Siegel oben auf der Flasche garantiert die Angaben zu Herkunft, Rebsorte(n) und Jahrgang. würzig Wein mit ausgeprägten Gewürzaromen, wie Zimt, Nelken oder Pfeffer. Weinlexicon für den Buchstaben Z ziegelrot Einige Rotweine neigen dazu, während der Alterung eine rotbraune bzw. ziegelrote Färbung anzunehmen. Zusammenstellung Um eine Cuvée herzustellen, werden mehrere Weine „gleichen Ursprungs“ miteinander vermischt. Nicht mit Verschneiden oder Panschen zu verwechseln.
Inseltip:
Für dieses Apartment können Sie einen Mietwagen ab 70 EUR buchen mehr....
|