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Teneriffa - El Medano
Auf zwei Dinge kann man sich in El Médano stets verlassen - den Wind und die Sonne. Die helle Playa El Médano ist der längste natürliche Sandstrand Teneriffas. Der Wind ist es, dem der ruhige Ferienort seinen Namen verdankt: allgegenwärtig formt er den Sand zu kleinen Dünen, zu spanisch médano. Die guten Windverhältnisse sind es auch, die den Ort zu einem weltweit geschätzten Windsurfingrevier machen. Davon zeugen zahlreiche Surfschulen, -läden, -verleihe und nicht zuletzt die vielen bunten Segel auf dem Wasser. Hier kann man neben der Ausrüstung auch Kurse bei geprüften Surflehrern buchen und direkt an Ort und Stelle belegen. Selbstverständlich werden auch Sportarten wie Kitesurfing angeboten. Doch auch für einen ruhigen Familienurlaub ist El Médano bestens geeignet. Es ist ausgestattet mit einer guten Infrastruktur, jedoch längst nicht so touristisch wie die Urlauberzentren von Los Christianos und Las Americas. Kilometerlange Strände laden zum Spazieren gehen, Sonnen und Baden ein. Die Playa El Médano fällt sehr seicht ins Meer hinein ab und ist deshalb für Kinder zum Baden gut geeignet. Strandfans sollten jedoch an eine Strandmuschel oder einen anderen Windschutz denken, da bei stärkerem Wind gelegentlich der Sand aufgewirbelt wird. Diese kleine Belästigung wird jedoch durch den Sonnenschein wieder wettgemacht - mit etwa fünf Sonnenstunden pro Tag bietet El Médano nahezu eine Schönwettergarantie. Hinter dem roten Kegel der Montana Roja gibt es auch einen FKK-Strand, die "Playa de las Tejitas". Das ehemalige Fischerdorf ist heutzutage von Appartmentbauten geprägt, doch die Innenstadt und die Promenade sind mit Vulkangestein und zahlreichen Skulpturen liebevoll gestaltet worden und malerisch wie eh und je liegen die bunten, offenen Fischerboote am Ufer aufgereiht. Die zentrale Plaza grenzt direkt an den Strand und ist mit seinen Cafés und Restaurants ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Jeden Samstag findet auf dem Dorfplatz ein großer Trödelmarkt statt. Dort kann man von 10 bis 14 Uhr nach Herzenslust stöbern. An dutzenden von Ständen gibt es Kunsthandwerk, Bekleidung, Lederwaren, Dekoration, Schmuck und vieles mehr zu kaufen. Hier bekommt man auch die Möglichkeit eigene Waren - sowohl neue als auch gebrauchte - feilzubieten. Dazu muss man nur möglichst früh morgens am Samstag an der zentralen Plaza auftauchen. Unweit von El Médano, nahe der "Playa de Las Tejitas" liegt die Höhle des Hermano Pedro. In dieser Höhe soll Bruder Pedro, der erste und bisher einzige Heilige von den Kanarischen Inseln, eine zeitlang gelebt und meditiert haben. Der in Vilaflor geborene Pedro de Betancour wurde vor allem für sein Wirken in dem zentralamerikanischen Land Guatemala im Jahre 2002 von Papst Johannes Paul II heilig gesprochen. Die Höhle ist ein Wallfahrtsort. Jahr für Jahr versammeln sich hier hunderte von Gläubigen, um dieses großen Sohnes der Insel zu gedenken. Gegenwärtig entsteht ein Pilgerweg, der von Vilaflor bis El Médano und an der Höhle von Hermano Pedro vorbeiführen soll. An der Hauptpost der Universitätsstadt La Laguna kann man eine Büste des heiligen Mönchs bestaunen. El Médano liegt an der Südautobahn TF-1, nahe dem Südflughaben Reina Sofia. Von der Inselhauptstadt Santa Cruz ist der Ort etwa 60 Kilometer entfernt, von Los Christianos und Playa de Las Américas aus braucht man mit dem Auto etwa 10 Minuten. Nach El Médano gibt es auch gute Linienbusverbindungen. Vom Busbahnhof (la estación) in Santa Cruz aus fährt die Linie Nummer 116 bis 19.30 etwa alle zwei Stunden. Von Play de La Américas und Los Christianos aus geht die 470 tagsüber sogar alle 60 Minuten.
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