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Besiedlung auf Teneriffa

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    FRÜHE BESIEDLUNG

    Die frühesten Berichte mit Hinweisen auf die Kanarischen Inseln sind die mythischen Ortsangaben griechischer Dichter der Antike wie Homer. Später wurden diesen Angaben von Forschern interpretiert, wobei sie auf die Kanarischen Inselgruppe stießen. Der römische Sachbuchschreiber Pinius d. Ä. (23 - 79 n. Chr.) erwähnt in seinen Schriften zur Naturgeschichte (Naturalis historia) die ”Inseln der Glückseligen”.
    Seinen Hinweisen zufolge erreichen mauretanische Schiffe die Inseln La Palma und El Hierro.

    Die altkanarische Bevölkerung
    Der Forschungsstand über die vorgeschichtliche Besiedlung der Inseln steckt noch in den Anfängen,
    und die Zeittafel weist viele Lücken auf. Auch die Herkunft der Urbevölkerung ist nur teilweise geklärt,
    und vieles über ihre Kultur liegt noch im Dunkeln. Die Zeitspanne zwischen der ersten Besiedlung der
    Inseln bis zur Ankunft der Europäer sowie die Kultur, die sich in jener Zeit entwickelt hat, wird deshalb oft
    nur als vorspanische Zeit bezeichnet.

    Trotz gewisser Gemeinsamkeiten auf den einzelnen Kanareninseln handelte es sich um keine einheitliche
    Kultur, denn auf jeder einzelnen Insel gibt es unterschiedliche Merkmale. Dies erklärt sich aus der
    Tatsache, dass die Inseln durch Völker besiedelt wurden, die aus verschiedenen Gebieten mit jeweils
    unterschiedlichem Entwicklungsstand kamen.

    Fälschlicherweise wird die Bezeichnung Guanchen oft für die Urbevölkerung sämtlicher Kanareninseln verwendet. Der Name bezieht sich aber lediglich auf die Ureinwohner Teneriffas.

    Die frühen Bewohner der anderen Inseln hatten andere Namen, auf El Hierro sprach man beispielsweise von den ” Bimbaches ”.

    Ursachen und Ursprünge der Besiedlung des Kanarischen Archipels
    Bis zur ” Wiederentdeckung” im 14. Jahrhundert waren die Inseln von der übrigen Welt völlig abgeschieden und - abgesehen von wenigen Felsinschriften - gibt es keine schriftlichen Überlieferungen. Unter den verschiedenen Erklärungen über die Herkunft der frühen Besiedler der Kanarischen Inseln hat sich in jüngerer Zeit eine Besiedlungstheorie herauskristallisiert, wonach es sich um Bevölkerungsgruppen aus Nordafrika handelte.

    Forscher der Universität in La Laguna scheinen anhand von Keramikfunden bewiesen zu haben, daß es sich bei den Altkanaren um Angehörige eines nordafrikanischen Berberstammes handelte. Obwohl man bislang keine Reste von Booten gefunden hat, gehen die Archäologen davon aus, daß die Urbewohner die Inseln mit Schilfbooten erreicht haben.

    Archäologische Funde und verschiedene Kulturmerkmale (vergleichbare Bräuche, Sprachverwandschaft, ähnliche Keramikformen) bestärken diese Annahme. Warum die Altkanarier jedoch nicht über Pfeil und Bogen verfügten - Errungenschaften, die die Berber bereits kannten - ist nicht geklärt.

    Die Datierung der Besiedlung wird entgegen früheren Bestimmungen (3000 - 2000 v. Chr.) relativ spät angesetzt und zwar frühestens um 500 v. Chr., vermutlich aber erst einige Jahrhunderte später. Ein stichhaltiges Argument sind die bisher vorgenommenen Radiokarbondatierungen .


    Die Kulturstufe der Ureinwohner

    Die Altkanarier betrieben vorwiegend Weidewirtschaft mit Ziegen und Schafen und in geringerem Umfang
    Ackerbau. Die Tiere waren nicht nur eine wichtige
    Nahrungsgrundlage. Aus den Fellen stellten sie ihre
    Kleidung her, aus Knochen und Sehnen fertigten sie
    ihr Werkzeug. Daneben wurde Getreide angebaut.

    Im Norden von Teneriffa und auf Gran Canaria wurde
    eine Mischwirtschaft aus Ackerbau und Viehzuchtbetrieben. Die Landwirtschaft erreichte hier einen relativ hohen technischen Stand. Da es keine Boote gab, beschränkte man sich mit Hilfe von Schilfnetzen oder Angelhaken aus Horn und Knochen auf den Fischfang in unmittelbarer Küstennähe.
     

     

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